Kolumne


12.11.2015

Best Execution: Heimvorteil an der Schweizer Börse



Chris Landis

Division CEO SIX Swiss Exchange

Best Execution – die Erzielung des bestmöglichen Ausführungspreises zu einem beliebigen Zeitpunkt – ist beim Wertschriftenhandel oberstes Gebot. Im Handel mit Schweizer Blue Chips ist die Qualität «hausgemacht», denn das Orderbuch von SIX Swiss Exchange überzeugt mit zahlreichen Qualitätsmerkmalen.

Im Mittelpunkt von Best Execution steht eindeutig das Interesse des Anlegers. Nicht ganz so klar ist jedoch die Umsetzung, da ein gesetzlicher Interpretationsspielraum existiert. In Europa überlässt es MiFID der «Best Execution»-Richtlinie der Bank bzw. des jeweiligen Effektenhändlers, welche Handelsplätze oder internen Handelssysteme (Börse, MTF, interne Broker Crossing Networks, u.a.) zu berücksichtigen sind, um das beste Resultat für den Kunden zu erreichen. Entsprechend müssten sie sich auch nicht an alle Handelsplätze anschliessen, denn Anbindungen an verschiedene Handelsplätze führen zu Mehrkosten, die in der Endabrechnung ebenfalls berücksichtigt werden müssten.

Im Entwurf des Schweizerischen Finanzdienstleistungsgesetzes (FIDLEG) wird im Zusammenhang mit der bestmöglichen Ausführung von Kundenaufträgen von verschiedenen Aspekten wie Kosten, Zeit und Qualität gesprochen. Über allem steht dabei stets die Instruktion des Kunden. Erst danach finden weitere Faktoren Anwendung. Beispiele sind die Art der Effekte, der Ausführungspreis, explizite Kosten der Ausführung wie Gebühren für Handel oder Abwicklung, implizite Kosten wie Auswirkung des Auftrags auf den Markt, die Geschwindigkeit und die Wahrscheinlichkeit der Ausführung, die Nähe des Handelsplatzes, die Grösse des Auftrags und weitere Abhängigkeiten. Entscheidend für jede Best-Execution-Richtlinie ist, wie diese Faktoren in der Gesamtrechnung gewichtet werden.

Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Der mit Abstand wichtigste Faktor– noch vor der Höhe der Handelsgebühren – ist jedoch die Erzielung des bestmöglichen Ausführungspreises. Hier überzeugt die Schweizer Börse, denn sie bietet für Schweizer Blue Chips im Vergleich zu konkurrenzierenden Handelsplattformen die engsten Geld-/Briefkurs-Spannen (im Durchschnitt 1 Basispunkt besser), während über 90% der Handelszeit den besten Preis (Bid und Offer) sowie während über 80% der Zeit auch die grössten handelbaren Volumen zum besten Preis. Die Tiefe der Orderbücher der Schweizer Börse erhöht zudem die Wahrscheinlichkeit, dass ein Auftrag ausgeführt werden kann, und reduziert gleichzeitig die Auswirkung des Auftrags auf den Markt.

Damit Anleger auch in Zukunft vom Heimvorteil der Schweizer Börse profitieren können, geniesst die kontinuierliche Verbesserung der bereits heute führenden Orderbuchqualität bei SIX Swiss Exchange höchste Priorität. Damit stellt die Schweizer Börse sicher, auch weiterhin der beste Handelsplatz für Schweizer Wertschriften zu bleiben.


Chris Landis

Division CEO SIX Swiss Exchange